Der Meister
 

Der Müller und zugleich Krabats Meister ist ein massiger, dunkel gekleideter Mann. Er ist sehr bleich im Gesicht und ein schwarzes Pflaster bedeckt sein linkes Auge. Er hat eine heißere Stimme und spricht wendisch (Dialekt in Sachsen ). Schon gleich als Krabat in der Mühle ist, kommt ihm der Meister anders und geheimnisvoll vor (er begrüßt ihn zum Beispiel mit der linken Hand ). Als er ihn fragt, ob er sein Lehrjunge werden will, ist Krabat sozusagen in seinen Bann gezogen und kann nur noch mit "ja" antworten. (Seite 15-16)
Auch nachts, wenn Krabat träumt, fühlt er sich von ihm beobachtet, denn er träumt Dinge, die nach einiger Zeit wirklich passieren, doch er wird ständig von einäugigen Tieren beobachtet. In seinen Träumen versucht er zwei mal wegzulaufen, doch jedesmal kommt er wieder an der Mühle an, vor der der Meister schon auf ihn wartet. (Seite 28-31)
Krabat kann vor dem Meister nicht weglaufen, denn er besitzt sehr viel Macht. (Seite 58) Aber doch gibt es jemanden, den er fürchtet : Der Mann mit der Hahnenfeder - der Herr Gevatter. Denn immer, wenn er kommt und die Müllerburschen sind nicht vollzählig, schuftet der Meister mit ihnen um die Wette (Seite 32-38). Doch er lernte auch noch jemanden zu fürchten : Pumphutt. Er maß sich mit ihm in einem Hahnenkampf bei dem der Meister dann verlor. Pumphutt wird von allen Meistern gefürchtet, doch man erkennt ihn nie gleich. Drei Tage und Nächte schloss sich der Meister in der schwarzen Kammer ein, also musste seine Niederlage sehr kräftig gewesen sein  ( Seite 151-158). Er ist auch ein geheimer Berater des sächsischen Kurfürsten und rät ihm, den Krieg um die polnische Krone gegen den Schwedenkönig weiterzuführen. Um dort (nach Dresden ) hinzukommen, fliegt er sogar mit der Pferdekutsche ( Seite 110-116). Der Meister ist sehr streng und unerbittlich. Deswegen darf er auch nichts von der Kantorka ( das Mädchen, in das sich Krabat verliebt hat ) erfahren. Er würde sie umbringen. Er hat es schon einmal getan ( bei Tondas Freundin ) und es gibt keine Zweifel, dass er es nocheinmal tun würde. Auch als Krabat sich in das Pferd verwandelte, das Juro eigentlich hätte tun sollen, zeigte er überhaupt keine Gnade. Er peitschte und schlug ihn, dass Krabat blutete, er hetzte ihn über Stock und Stein, jagte ihn quer durch die Heiden, über Hecken und Wassergräben, durch Dornengestrüpp und Moorast. Wenn Krabat nachließ, peitschte er ihn, dass er meinte, es würden sich glühende Nägel in seine Haut bohren. ( Seite 62-68 )
Auch zu Juro ist er sehr gemein. Aber der Meister lernt den Burschen auch sehr viel der schwarzen Magie aus dem Koraktor (ein in Leder eingebundenes Buch ). Sie müssen aber nicht lernen, denn eigentlich ist es dem Meister egal wann und wieviel sie lernen. Er hat aber auch irgendwie vertrauen zu den Burschen und erzählt ihnen zum Beispiel, dass er seinen besten Freund aus versehen getötet hat. Doch als der Meister bemerkt, dass Krabat sehr viel - zu viel - lernt, droht Krabat Gefahr ! Wieder hat er auch einen Traum ( Vision ) : Er versucht seinen Sarg zu zerhacken doch jedes mal setzt er sich wieder zusammen. Krabat weiß, dass er bald sterben muss doch Juro  hilft ihm, sich gegen den Meister zu wiedersetzen, denn dies ist seine einzige Chance am Leben zu bleiben - mit Hilfe der Kantorka. Sie muss jedoch den Meister bitten, Krabat frei zulassen und eine Probe zu bestehen. Krabat und sie wagen es ... die Probe wird bestanden weil die Kantorka ihn liebt und weil Krabat Angst um sie hat. Der Meister sucht jemanden der sein Nachfolger wird. Jemanden, der ihm abnimmt was er selbst nicht will (er hat sich dem Teufel unterworfen und muss jedes Jahr ein Opfer bringen - wenn nicht ist er selber dran ). Er will in die Politik und ein freier Mann sein. Weil die Probe bestanden wurde, geht die Mühle in Flammen auf und der Meister stirbt.